Das Münchner Signaturen-Magazin hat ein Gedicht von Rainer René Mueller zum „Gedicht der Woche“ gekürt: Le Lapidaire.
Kategorie: Allgemein
Rainer René Mueller bei Radio Lora München (28. April 2023, 20 Uhr)
Am Abend des 28. April wird RRM im Radio zu hören sein:
Der freie Münchner Sender Lora 92.4 bringt in der 113. Ausgabe seines poesie[magazin] ab 20 Uhr eine einstündige Sendung mit einem Gespräch mit Kristian Kühn und Lesung einiger Gedichte, flankiert von einer Lesung des Dichters Frank Milautzcki.
Das Poesie[Magazin] ist eine Radiosendung, bei der sich zwei Münchner Literaturportale einen Sendeplatz teilen: das Signaturen-Magazin und die Literaturzeitschrift außer.dem. Das Poesie[Magazin] sendet vorwiegend live und versucht, den Querschnitt moderner Strömungen der zeitgenössischen Literatur abzubilden. Schwerpunkt der Sendung ist Poesie: zeitgenössische Dichtung, nach Möglichkeit von Autor/innen selbst gelesen, live oder am Telefon vorgetragen.
Den Livestream findet man unter https://lora924.de/podpress/live-stream/ sowie UKW-Frequenz 92,4 und über DAB+ Kanal 11C in und um München, außerdem im Münchner Kabelnetz auf Frequenz 96,75.
This Murmur of Shards
Rainer René Mueller war am 26. August (virtuell) zu Gast in der Reihe ›Voices of Belonging & Resistance‹ des Johannesburg Holocaust & Genocide Centre.
In der 95minütigen Episode ›This Murmur of Shards‹ spricht er über seine Erinnerungen, seine Arbeit & seine Sprache. Präsentiert werden u. a. einige englische Übersetzungen seiner Gedichte.
Das JHGC hat einen Mitschnitt der Videokonferenz mit einmontiertem Interview in seinem YouTube-Kanal veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=GAFE9D1GKoM
Spanische Übersetzung von 15 Gedichten aus ›poèmes – poëtra‹
Geraldine Gutiérrez-Wienken hat 15 Gedichte von Rainer René Mueller ins Spanische übersetzt und zweisprachig ediert im digitalen Verlag El Taller Blanco Ediciones. Es kann kostenfrei abgerufen werden:
El deseo / Das Verlangen. Herausgegeben, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Geraldine Gutiérrez-Wienken. Bogota 2019.
Die Übersetzungen sind gemeinfrei und basieren auf dem Druck in poèmes – poëtra (Urs Engeler Editor: roughbook 34, 2015)
Radio-Feature des SWR2 zu Paul Celans 50. Todestag
Der SWR sendete am 21. April ein einstündiges SWR2-Lesenswert-Feature von Norbert Hummelt zum Gedenken an Paul Celan. Darin kommt auch RRM ausführlich zu Wort, neben Alexandru Bulucz, Nancy Hünger & Peter Waterhouse:
https://www.swr.de/swr2/literatur/paul-celan-dichter-swr2-lesenswert-feature-2020-04-21-102.html
Zitat:
Es ist möglicherweise, wie soll ich sagen, ungut, aber ich habe die Engführung, vor dem Hintergrund, dass für mich von früh an, so ab dem siebten, achten Lebensjahr, Sprachliches eine enorme Rolle gespielt hat, oft in Teilen gelesen als die für mich traurige Rekapitulation von etwas, worin ich im familiären Unausgesprochenen groß geworden bin, dass vor meiner Haut sofort die früh erfahrene, radikale, bis an die mörderische Absicht gehende Bedrohung innerhalb der familiären Situation, spürbar war. Meine ganze Befangenheit diesem Text gegenüber wäre die Unbefangenheit in der Verletzung, die sich für mich hier ausdrückt. Ich weiß keinen vergleichbaren … Text ist ja wirklich jetzt ein sehr dünnes Wort dafür, aber ich weiß kein anderes poetisches Stück im Sinne Musikalität, thematischer Verarbeitung, das mich derartig affizieren würde, wie dieses, es ist ein Gesang, ja, ein Gesang von einer unglaublichen, … die Vergleiche sind nicht gut, das Trinklied vom Jammer der Erde oder die Kindertotenlieder von Mahler, das geht so in diese Richtung.
(Zitiert nach dem Sendungsmanuskript)
Aufsatz von Chiara Caradonna zum Werk Rainer René Muellers in Germanica 64
Die vom Département d’Études germaniques, néérlandaises et scandinaves der Université de Lille herausgegebene Zeitschrift Germanica bringt in ihrer Nummer 64: Formes poétiques du XXIe siècle :einen Aufsatz von Chiara Caradonna zu Muellers Werk: Kassiber schreiben. Rainer René Muellers Verdichtungen.
Das Abstract (hier zitiert nach dem dem OpenEditition-Eintrag https://journals.openedition.org/germanica/6493) verspricht bereits einige kluge Einsichten:
Seit der Veröffentlichung des Bandes poèmes – poëtra (2015), in dem Gedichte aus drei Jahrzehnten versammelt sind, hat das Werk des in Würzburg geborenen Dichters Rainer René Mueller (*1949) zunehmend die begeisterte Aufmerksamkeit von Kritik und Publikum auf sich gezogen. Anhand dreier zentraler Motive (Lied, Herkunft, Stein) wird im vorliegenden Aufsatz erstmalig eine Übersicht über Muellers Poetik geboten. Im Mittelpunkt steht dabei die traditionsreiche Frage: Was ist deutsch?, die Mueller in seinem Werk mit Blick auf die Brüche und Widersprüche in der deutschen (Sprach-)Geschichte immer wieder mit Dringlichkeit stellt. Durch Auslegung ausgewählter Passagen aus repräsentativen Gedichten sowie unter Berücksichtigung von unveröffentlichten Texten aus Muellers Vorlass werden die Eigenheiten von Muellers Schreibweise vorgestellt. Sie habe – so Muellers eigener, früher programmatischer Aussage zufolge – Kassiber aus Stein in die Welt gesetzt, geheime Botschaften an die Aufmerksamen.
Bibliographische Angaben
Chiara Caradonna, «Kassiber schreiben. Rainer René Muellers Verdichtungen», Germanica [Online], 64 | 2e trimestre 2019, Online erschienen am: 01 Januar 2023, abgerufen am 31 Juli 2019. URL : http://journals.openedition.org/germanica/6493 ; DOI : 10.4000/germanica.6493
Sollten Sie nicht an eine wissenschaftliche Bibliothek angeschlossen sein, können Sie den Aufsatz auch online beziehen unter https://www.cairn.info/revue-germanica-2019-1-page-17.htm
Norbert Hummelt im Tagesspiegel über Rainer René Muellers Dichtung
Der Dichter Norbert Hummelt hat Rainer René Mueller in Heidelberg besucht und gestern einen Bericht darüber und über Muellers Dichtung i. Allg. im Tagesspiegel untergebracht:
Rainer René Mueller bei der Nacht der Poesie am 14. Juni 2019
Am Freitag, 14. Juni wird Rainer René Mueller im Rahmen des 20. poesiefestival berlin ab 20 Uhr bei der Eröffnungsveranstaltung Weltklang – Nacht der Poesie an der Akademie der Künste (Hanseatenweg 10, 10557 Berlin) zu erleben sein.
Mueller wird unveröffentlichte Gedichte und eine Auswahl aus seinem jüngsten Band geschriebes. selbst mit stein (Edition aouey 2018) lesen.
Mehr dazu unter https://www.haus-fuer-poesie.org/de/literaturwerkstatt-berlin/aktuelles/news/20-poesiefestival-berlin-weltklang-nacht-der-poesie-2019
Rainer René Mueller liest im ausland, Berlin – 27. November
Am 27. November ab 20 Uhr wird Rainer René Mueller in Berlin lesen.
Genauer gesagt im ausland, Lychener Straße 60, im Rahmen der Reihe Lyrik im ausland, die der Lyriker Tobias Herold kuratiert, am vierten Abend von Vers + Welt – Salon für Gedichte und Sachfragen.
Vers + Welt präsentiert Lesungen zeitgenössischer Lyrik zusammen mit Vorträgen über nichtliterarische Themen, die von den Dichter/innen ausgewählt wurden: Expert/innen aus Wissenschaft und Praxis sprechen zu Sachfragen, die in Bezug zu den Gedichten stehen.
Mueller zur Seite gestellt wird die Musikwissenschaftlerin, Komponistin und Sängerin Ellen Hünigen. Sie gibt eine »Einführung in die Welt der Neumen, der frühesten Musikaufzeichnungen im europäischen Raum. Bis ins 9. Jh. hinein war man noch maßgeblich der Auffassung, man könne Gesang nicht schriftlich bannen, er erklinge und verflöge dann, sobald der letzte Ton verebbt ist«¹ und spannt so den Bogen zur Lyrik Muellers, der im »Kontext seiner Beschäftigung mit der Musikgeschichte (…) das frühmittelalterliche, vor-partiturielle Notationssystem der Neumen entdeckte – zumeist über den Liedtext -Zeilen in Handschriften notierte graphische Zeichen, die Interpretationshinweise für den Gesang geben, und ihm wie ein nachträgliches Modell, als ein Verwandtschaftsbezug zu der von ihm entwickelten Schreibweise erschienen.«¹
¹ Zitate aus der Ankündigung der Veranstaltung auf https://ausland-berlin.de/vers-welt-rainer-rene-mueller-neumen
Rainer René Mueller liest in Israel
Nachdem er krankheitsbedingt seine Reise nach Israel im Oktober absagen musste, wird Rainer René Mueller auf Einladung der Hebrew University in Jerusalem Anfang Januar zu einer mehrteiligen Lesereise aufbrechen, in Kooperation mit dem Goethe Institut, dem Minerva Center Tel Aviv und dem Center for Literary Studies der Hebrew University.
